Aktuelles

Reiterrallye in Lorscheid

 

Bei bestem Septemberwetter fand am Samstag, dem 21. September 2019 eine vom Wanderreitverein Eifel-Hunsrück e.V. organisierte Reiterrallye in Lorscheid statt. Die 11 erwachsenen Teilnehmer durften sich auf einen knapp 17 km langen Ritt durch die herrliche Landschaft des Hunsrücks sowie einen abwechslungsreichen Trailparcours freuen. Für die drei jugendlichen Reiter war eine etwas kürzere Strecke von 11 km vorgesehen.

 

Auf der markierten Strecke warteten verschiedene Aufgaben darauf, von den Reitergruppen gelöst zu werden. Während an einigen Stationen Reiterwissen gefragt war, galt es an anderer Stelle, Dinge zu sammeln oder künstlerisch aktiv zu werden. Die Reiter starteten gegen 10 Uhr in Zweier- bis Vierergruppen; bis sich zuletzt die drei Jugendlichen, begleitet durch Vorstandsmitglied Susanne Reidenbach-Rausch, auf den Weg machten. Alle Gruppen passierten planmäßig die im Wald stationierten Streckenposten und kamen am Ende gut gelaunt wieder am Ausgangspunkt an der Grillhütte an.

 

Nach kurzer Einweisung in den Parcours ging es dann gleich wieder aufs Pferd. Nun galt es verschiedene Trailhindernisse zu bewältigen. Neben der „Schwimmnudelgasse“ waren sicher die aufgespannte Wäscheleine sowie der akkurat zu reitende Zirkel die größten Herausforderungen für Pferd und Reiter. Nachdem auch das letzte Team den Parcours durchlaufen hatte und die Pferde versorgt waren, stärkten sich alle bei einem leckeren Mittagessen. Anschließend fanden sich die Reiter zu dem ein oder anderen gemütlichen Plausch zusammen, während dem Richterteam bei der Auswertung der Ergebnisse die Köpfe rauchten. Schließlich wurden alle Teilnehmer zur Siegerehrung gebeten und es wurde spannend. Eva-Maria Klüsener und ihre Warmblutstute Frieda durften sich schließlich über den Sieg bei den Erwachsenen freuen. Den zweiten und dritten Platz erreichten Lucia Gloker mit ihrem Quater-Mix Sancho und Marianne Rohr mit dem PRE-Wallach Marques. Bei den Jugendlichen belegte Charlotte Lieutenant mit Norweger Sigur den ersten Platz.

 

Unabhängig von dem erreichten Endergebnis freuten sich am Ende des Tages alle Teilnehmer gemeinsam über die rundum gelungene Veranstaltung. Herzlichen Dank insbesondere an Susanne Reidenbach-Rausch, die die Veranstaltung organisiert hat, aber auch an die zahlreichen Helfer, die sich bei der Planung und Durchführung der Reiterrallye engagiert und diese dadurch ermöglicht haben.

 

Text: Eva Roden

 

Rückblick auf das Gelassenheitstraining mit Kersten Klophaus und Regina Schiemann

 

Am Wochenende 24./25. August 2019 war es endlich wieder soweit: Gelassenheitstraining für Mensch und Pferd mit Kersten Klophaus und Regina Schiemann, beide ehemalige Mitglieder der Polizeireiterstaffel Nordrhein-Westfahlen, auf der schönen Anlage von Manuela Lohse und Conny Faißt in Bescheid.

 

Gespannt und wohl auch etwas aufgeregt waren wir wohl alle – sowohl die „alten Hasen“ unter uns, die vor zwei Jahren schon einmal das Vergnügen hatten, mit Regina und Kersten einen Kurs machen zu dürfen, als auch die Mensch-Pferd-Paare, die das erste Mal dabei waren.

 

Zur Einstimmung - und wohl auch als Stressabbau gedacht - gab es an beiden Kurstagen morgens jeweils eine theoretische Einheit:

 

Samstag durften wir einiges über die vier Grundcharaktertypen der Pferde lernen (abgeleitet aus der sogenannten Temperamentenlehre nach Hippokrates, der die Menschen einteilte in Sanguiniker, Phlegmatiker, Melancholiker und Choleriker). Was vielleicht zunächst trocken klingt, war jedoch sehr spannend. So sollte es eine unserer Aufgaben für die beiden Kurstage werden, immer wieder einen Blick darauf zu haben, welches der anwesenden Pferde welchen Pferdetyp verkörpert, was nicht einfach war! (Dankenswerterweise hatten wir am ersten Tag einen männlichen Zuschauer, der uns dabei unterstützt hat und ziemlich treffsicher mit seinen Beobachtungen war). Über das Erkennen des jeweiligen Pferde-persönlichkeitstyps wurde dem ein oder anderen das eigene Pferd näher gebracht, weil (endlich) verständlich wurde, warum das Pferd – eben entsprechend seines Typs – gerade so und nicht anders reagiert, was uns dann später wiederum auch bei den praktischen Übungseinheiten weiterholf.

 

Sonntag war das theoretische Thema dann die Sinneswahrnehmung des Pferdes. Hier wurde uns nochmals deutlich vor Augen geführt, wieviel die nachfolgenden praktischen Übungen unseren Pferden in ihrer Eigenschaft als Fluchttiere, die sowohl besser sehen und hören als auch riechen und tasten können als wir Menschen, abverlangen.

 

Mit derartigem Hintergrundwissen konnten wir dann mehr oder weniger gelassen in die Praxis einsteigen. Dabei haben es Regina und Kersten immer verstanden, die Übungen so aufzubauen, dass alle Mensch-Pferd-Paare, von denen stets zwei zeitgleich in der Halle gearbeitet haben, die Herausforderungen erfolgreich meistern konnten. Denn es ging auch darum, das Selbstbewusstsein unserer Pferde zu stärken, indem wir die „Comfort-Zone“ verließen und in der „Stretching-Zone“ Neues erarbeiten, ohne unsere Pferde (oder uns selbst) in die „Panic-Zone“ zu manövrieren.

 

Alle von uns sollten zunächst vom Boden aus unsere Pferde mit den unterschiedlichsten Hindernissen/"Gefahren" konfrontieren bzw. vertraut machen und sie dann gemeinsam angehen. Da waren z. B. verschiedenste Knister- und Glitzerfolien, über die die Pferde geführt werden sollten, Tapeten, die sie "durchtreten" durften, Bretter mit aufgeblasenen Luftballons, die es zu überqueren galt ebenso wie Brücke und Wippe, Fahnen in jeglicher Kombination (in Pylonen stehend, getragen, geschwenkt, selbst als Sprunghindernis für die, die am 2. Tag die Übungen vom Sattel aus angehen wollten). Am zweiten Tag konnten wir das Gelernte noch mal vom Boden aus vertiefen oder wer wollte, Gelassenheit vom Sattel aus üben. Dabei waren der Kreativität keinerlei Grenzen gesetzt: Selbst Geländeeinheiten mit im Gebüsch versteckten "Knatterdingern" und zum Platzen gebrachten Luftballons hat Kersten angeboten!

 

Um das Glücksgefühl zu beschreiben, dass wir wohl alle am Ende des zweiten und letzten Kurstages hatten, muss man diesen Kurs mit unseren beiden kreativen, lobenden, manchmal auch kritikübenden, aber immer verständnisvollen und wohlwollenden Kursleitern selbst erleben - für viele von uns jedenfalls nächstes Jahr bestimmt wieder.

 

Text: Petra Klas und Jutta Hartmann

 

Rückblick auf den Kurs „Horsemanship und Freiheitsdressur“ mit Peter Pfister

 

Vom 27. bis 28. Juli 2019 fand ein Kurs mit Peter Pfister in Züsch bei Gis Klippel auf Hof Birkenau statt, an dem meine Mutter und ich sowie sechs weitere Teilnehmer mit Pferd und zwei Zuschauer teilnahmen. Der Kurs war ein Kombi-Kurs, d.h. es wurde Horsemanship und Freiheitsdressur angeboten. Dani hatte mal wieder alles perfekt organisiert und uns die leckersten Dinge aufgetischt!!

 

Die Tage davor war ich schon sehr aufgeregt, weil ich unbedingt neuen Input brauchte, um mich in der Freiheitsdressur weiterzubilden und gerade mit meinem jungen Lusitano große Fortschritte machen wollte. Es kam nur anders, als erwartet...

 

Am Anfang wurden wir erstmal in die Horsemanship- und Freiheitsdressur-Gruppen aufgeteilt. Peter bot mir an, mich einzeln zu unterrichten, da ich schon sehr intensiv im Bereich Freiheitsdressur arbeite. Und jetzt musste ich mir überlegen, woran ich arbeiten wollte...

 

Naja, ich wollte eigentlich etwas lernen, was ich davor noch nie einem Pferd beigebracht hatte. Also sagte ich: „Vielleicht die Anfänge der Piaffe oder das längere Steigen“. Er schaute mich nur an und meinte, dass ich nicht mit Schritt 24 anfangen kann, wenn 1-5 noch nicht perfekt sitzen...Damit hatte ich nicht gerechnet. Somit musste ich mich zurücknehmen, um das zu lernen, was mein Pferd gerade benötigte - nämlich die Basics. Ich hatte meinem Pferd Vayu zwar schon viel von den Basics beigebracht, aber die Klarheit und Beständigkeit fehlte ihm doch noch sehr.

 

Der Kurs hat mir persönlich sehr weiter geholfen, denn er hat mir gezeigt, dass umso mehr Zeit ich mir mit den exakten Ausführungen der Basics -also z.B. Schulter von mir weg drücken, Schulter zu mir hin und das alles mit allen Körperpartien des Pferdes - lasse, umso besser und exakter werden dann die hohen Lektionen. Das alles hat mir nochmal gezeigt, wie wichtig es ist, sich auf den individuellen Stand des Pferdes einzulassen und eine strukturierte und klare Arbeit gerade mit so einem jungen Pferd an den Tag zu legen, denn erst nach dieser konsequenten und präzisen Arbeit wird daraus dann evtl. eines Tages eine spektakuläre Show.

 

Ein Zitat, dass mir besonders hängengeblieben ist, von Antoine Saint-Exupéry: „Ich bitte nicht um Wunder und Visionen, sondern um Kraft für den Alltag. Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte ...“

Denn diese kleinen Schritte führen letztendlich zu unserem Ziel bei der Arbeit mit den Pferden - "das Zwiegespräch zweier Körper und zweier Seelen, das dahin ziele, den vollkommenen Einklang zwischen ihnen herzustellen".

Ich danke Peter Pfister für seine sehr offene und klare Art. Er hat allen Kursteilnehmern durch sein Wissen und sein Können viel mit auf den Weg gegeben, woran jeder weiterarbeiten kann.

 

Text: Lucia Gloker

Rückblick auf den Infoabend „Berufsgenossenschaften und Haftung in der Pferdehaltung“ mit Thomas Litzinger am 21.02.2019

 

 

 

Trotz des auf den ersten Blick vermeintlich trockenen Themas nahmen an dem Abend im Leinenhof/Schweich etwa 50 Personen teil und Thomas Litzinger verstand es durch seine Vortragsart mit Anekdoten aus der Praxis, vielen Beispielen und den Dialog mit den Teilnehmern, die Zeit verfliegen zu lassen und die Aufmerksamkeit aller zu fesseln.

 

Im ersten Teil des Abends ging es um Berufsgenossenschaften (BG), ihre Entstehung zu Bismarcks Zeiten und ihrem Ziel, die Arbeitssicherheit zu verbessern und den Betroffenen bei Arbeitsunfällen zu helfen. So ist grundsätzlich jede private Pferdehaltung Teil der BG Verkehr, auch in dem Fall, dass man keine Beiträge zahlen muss, und deswegen zuständig bei Unfällen in Folge von arbeitnehmerähnlichen Tätigkeiten, die freiwillig geleistet werden wie beispielsweise der Nachbar, der als Urlaubsvertretung unentgeltlich die Pferde versorgt. Ein Konzept, das für die Zuhörer erstmal schwer zu verstehen war.

 

Neben der BG Verkehr gibt es allerdings auch noch weitere Berufsgenossenschaften, die je nach Art der Pferdehaltung (Zucht, Reitschule, Reittherapie…) und Größe der landwirtschaftlichen Flächen pro Pferd für Pferdehalter zuständig sind und so wurden diese Unterschiede genauer betrachtet, um zu verstehen, welche BG wann zuständig ist. Und auch was passiert, wenn mehrere BGs für einen Betrieb zuständig sind. Denn auch das ist möglich, wenn beispielsweise in einem Betrieb Zuchtpferde, Schulpferde und Pensionspferde stehen.

 

Es folgte ein Blick in die Statistik mit den Fragen: Was sind die größten Unfallursachen in der Pferdehaltung und wie können sie vermieden werden? Denn wenn Leistungen der BG gefordert werden, muss durch den Betrieb u.U. nachgewiesen werden, dass Vorschriften zur Unfallverhütung wie das Vorhandensein von Feuerlöschern und die Unterweisung der Einsteller/Reitschüler/Hofpersonal in deren Nutzung eingehalten wurden.

 

Den Übergang zum Thema Haftung in der Pferdehaltung bildete dann ein Blick in die gesetzlichen Grundlagen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), das am 01.01.1900 in Kraft getreten ist und teilweise bis ins 15./16. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. Dies erklärt, warum bestimmte Formulierungen bis heute enthalten sind. Da es für Reiter und Fahrer außerhalb des BGBs bis heute keine sondergesetzlichen Bestimmungen gibt, gilt für diese immer noch unbegrenzte - und damit die strengste - Haftung der deutschen Rechtsprechung. Ausnahmen gelten lediglich für privilegierte Pferdehalter.

 

Und so befasste sich der Rest des Abends mit den entsprechenden Paragraphen 833 und 834 des BGBs, die jeder Reiter und Fahrer kennen sollte, dem Begriff des Tieres (Luxustier und Erwerbstier, gezähmt und ungezähmt) und der Definition des Tierrisikos. Zum Abschluss folgte dann noch ein Blick in das Thema Weidezaun, Vorschriften zum Zaunbau und Nachweispflichten, um im Schadensfall entsprechend nachweisen zu können, dass man alle Pflichten erfüllt hat.

 

Und auch wenn zwischenzeitlich die Köpfe rauchten und es ein bisschen Verwirrung gab, bis alle verstanden hatten, dass Berufsgenossenschaften (Unfallschutz) und Haftung zwei verschiedene Bereiche sind und somit die BG keine Haftpflichtversicherung ersetzt, gingen am Ende doch alle ein gutes Stück schlauer und mit mehr Durchblick im deutschen Paragraphen- und Vorschriften-Dschungel nach Hause.

 

Wir danken Thomas Litzinger für den kurzweiligen und bereichernden Abend, der uns einen Einblick in dieses umfangreiche Thema gewährt hat.

 

Text: Daniela Braun

 

Sitzschulungen mit Körpertechniken auf dem Dressur-Reitsimulator

 

Das Seminar „Sitzschulung auf dem Reitsimulator“ unter Anleitung von Ljudmila Schmidt Centered Riding Instructor Level II wurde von 7 Reiterinnen unseres Vereines mit Spannung erwartet.

 

Nach gut 2-stündiger Fahrt nach Langenselbold in Hessen erwarteten uns Ljudmila und ihre Assistentin Gina gut gelaunt und mit einer Tasse Kaffee. Der recht mächtige Reitsimulator in Friesen-Optik thronte imposant mitten im Raum und weckte den Drang, doch gleich einmal aufzusitzen.

 

Zunächst stand jedoch eine Theorie-Einheit an. Die sehr vielseitig ausgebildete Ljudmila kam über den klassischen Dressursport zu Centered Riding, erwarb ihren Instructor, ist mittlerweile auf gutem Weg zu Level III und kombiniert ihren Unterricht mit weitere Elementen wie der Alexander-Technik und der Franklin-Methode. Immer im Focus steht die Balance des Reiters.

 

Sehr kurzweilig, mit vielen Übungen und mit Hilfe des Skeletts „Erwin“ (sprich Öhrwieen!) ließ Ljudmila uns unsere Sitzbeinhöcker spüren, brachte uns aus und wieder in die Balance und zeigte viele wertvolle Übungen, welche jeden Reiter begleiten sollten, aber auch im Alltag wertvoll sind, Verspannungen zu lösen und die einzelnen Körperbausteine neu aufeinander auszurichten.

 

Dann endlich war der Moment gekommen und wir durften Platz nehmen auf dem Reitsimulator. Zunächst wurde auch hier genau die Technik und Funktionsweise erklärt. Durch etliche Kameras aus verschiedenen Perspektiven und Dank eines großen Bildschirms wurde schnell klar, wie sehr Selbstwahrnehmung und Realität voneinander abweichen können. Es gab viele Aha-Momente und auch den Wunsch, dass doch das eigene Pferd auch so wunderbar galoppieren möge wie der Simulator.

 

Ljudmila demonstrierte nun an den jeweiligen Probanden ihr fachliches Können und schaffte es mit Handgriffen, Bändern und Bällen, alle in einen ausbalancierten Reitersitz zu bringen. Dieses Gefühl „Balance“ wird nun mit nachhause genommen und auf die nicht ganz so wunderbar galoppierenden eigenen Pferde.

 

Der Reitsimulator bietet durch die gleichmäßige Bewegung eine sehr gute Möglichkeit, sich ohne Ablenkung auf sich selbst konzentrieren zu können und die eigene Körperwahrnehmung gezielt zu schulen. Vielen Dank Ljudmila und Gina für das tolle, lehrreiche Seminar.

 

Susanne Reidenbach-Rausch

 

 

 

Bericht Infoabend „TTouch“ Anke Recktenwald am 24.01.2019

 

 

TTouch – Eine Methode, die Pferd und Mensch berührt

 

 

Für unseren zweiten Infoabend in diesem Winterhalbjahr konnten wir Anke Recktenwald, Lehrerin für die Tellington TTouch Methode Level 3, gewinnen. Die Pferdewirtschaftsmeisterin arbeitet bereits seit dem Jahr 1992 nach dem Konzept und ist eine enge Mitarbeiterin und Assistentin von Linda Tellington Jones. Etwa 60 Besucher waren der Einladung des Wanderreitvereins in den Leinenhof gefolgt und freuten sich darauf, für einen Abend in die Welt des TTouches einzutauchen.

 

Anke Recktenwald gab zunächst einen Überblick über Entstehung und Besonderheiten der Methode. Diese setzt in besonderer Weise auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Mensch und Pferd. Klare Kommunikation sowie die Gestaltung einer entspannten und stressfreien Atmosphäre sind wesentliche Faktoren für ein harmonisches Miteinander. Dies verdeutlichte Anke nicht nur durch theoretischen Input, sondern darüber hinaus anhand zahlreicher Fallbeispiele aus ihrer eigenen Arbeit. So gestaltete sich der Vortrag anschaulich und unterhaltsam.

 

Im zweiten Teil des Abends erläuterte Anke Recktenwald die Teilbereiche, aus denen sich die Tellington-Methode zusammensetzt: neben der Bodenarbeit, dem Joy of Riding und dem Visualisieren war die TTouch Körperarbeit ein Aspekt, der auf das besondere Interesse der Zuhörer stieß. Nach einer kurzen Einführung in die Thematik, durften die Besucher des Vortrags selbst aktiv werden und erste eigene TTouches erproben. Von der Herzumarmung, über den 1 ¼ Kreis arbeiteten sich die Teilnehmer bis zum Ohren-TTouch vor. Die TTouches sind achtsame und sanfte Berührungen, die (je nach Art der Durchführung) aktivierend oder beruhigend auf Tier und Mensch wirken. Sie mildern Schmerzen, stimulieren die Selbstheilung und unterstützen den Muskelaufbau.

 

Gegen Ende ihres Vortrags gab Anke einen kurzen Einblick in das Reiten nach der Tellington-Methode. Anhand passender Fotos stellte sie Halsring, Balancezügel und Lindel vor und erläuterte die Funktion der einzelnen Hilfsmittel. Auch Wirkung und Einsatzweise von Körperbändern wurden veranschaulicht.

 

Mit Sicherheit hätte Anke Recktenwald den Zuhörern noch unendlich viel mehr interessante Infos zur Tellington Methode geben können, allerdings hätte dies den zeitlichen Rahmen des Abends gesprengt. Aber mit ihrer authentischen Art und ihrer Begeisterung für den TTouch hat Anke Recktenwald sicherlich zahlreiche Zuhörer angesteckt und so können sich in Zukunft wahrscheinlich einige Zwei- und Vierbeiner über die sanften Berührungen freuen. 

 

Eva Roden     

 

Sicherheit im Umgang mit Pferden

 

Am Mittwoch, den 28.11.2019 veranstaltete der Wanderreitverein seinen ersten Infoabend für dieses Winterhalbjahr. Im Mittelpunkt des Abends stand das Thema „Sicherheit und Unfallverhütung beim Reiten“. Als Referentin durften wir Michaela Kondr, erfahrene Trainerin B Reiten/Distanzreiten, begrüßen.

 

Bereits im vergangenen Jahr war die „Sicherheit im Reitsport“ Thema eines Vortrags. Während der damalige Referent Jan Holtschmit sein Augenmerk vor allem auf die reiterliche Ausbildung und die Ausrüstung richtete, nahm Michaela Kondr ergänzend nun vor allem das Pferd und den Umgang mit ihm in den Blick.

 

Dazu erläuterte sie zunächst, dass der erste Schritt zur Unfallverhütung darin besteht, natürliches Pferdeverhalten zu kennen und richtig einzuschätzen. Aus der Natur des Pferdes als Fluchttier ergeben sich wichtige Konsequenzen für die Ausbildung des Pferdes. So sollte beispielsweise mit dem Pferd daran gearbeitet werden, Fluchtreflexe abzuschwächen oder auszuhalten. Das ruhige Stehen am (geeigneten) Anbindeplatz, entspanntes Führen und die Gewöhnung an unbekannte Reize nannte Michaela Kondr als grundlegende Aspekte bei der Ausbildung des Pferdes zu einem zuverlässigen Freizeitpartner. 

 

Auch sollte sich der Reiter stets bewusst sein, dass ein allzu sorgloser Umgang mit dem Pferd gefährlich werden kann. Neben unerfahrenen Reitern laufen interessanterweise gerade routinierte Pferdeleute oftmals Gefahr, sich in prekäre Situationen zu begeben. Auch spielende Kinder geraten schnell in gefährliche Situationen, da sich ihr Kopf durch ihre geringere Körpergröße auf Tritthöhe des Pferdes befindet.

 

Neben einer sorgfältigen Ausbildung des Pferdes sollte der Reiter natürlich auch Wert auf passende Ausrüstung legen. Gut sitzende Handschuhe können sowohl beim Reiten als auch beim Führen und Longieren des Pferdes schweren Verletzungen vorbeugen. Da neben den klassischen Stürzen vom Pferd viele Unfälle beim Führen passieren, macht es Sinn, Führstricke zu benutzen, die eher dick sind und sich nicht um die Hand wickeln lassen. Möchte man Panikhaken verwenden, sollte man auf gute Qualität achten, damit diese sich nicht im falschen Moment öffnen. Sicherer ist  jedoch die Verwendung von Karabinern.

 

Beim Kauf von Reitschuhen empfahl Michaela Kondr  darauf zu achten, dass diese zum verwendeten Steigbügel passen, damit man nicht Gefahr läuft, bei einem Sturz im Bügel stecken zu bleiben. Die Erfahrung hat gezeigt, dass gerade bei Trekkingschuhen die Gefahr besteht, dass sich die Sohle im Steigbügel verkantet.

 

Ein wesentlicher Sicherheitsaspekt ist natürlich auch ein gut passender Reithelm. Dieser kann bei Stürzen vom Pferd Kopfverletzungen verhindern oder zumindest deutlich abmildern. Zudem vermittelt ein Helm dem Reiter ein sicheres Gefühl beim Reiten. Dies gilt unter Umständen auch für das Tragen von Sicherheitswesten. Sie schützen bei einem Unfall vor punktuellen Verletzungen, wie zum Beispiel bei einem Sturz auf einen Stein oder einen Baumstamm. Die beste Unfallprävention besteht aber laut Michaela Kondr darin, sich durch sportliche Aktivitäten außerhalb des Reitens fit und beweglich zu halten. Darüber hinaus kann ein gezieltes Falltraining helfen, sich bei einem Sturz vom Pferd geschickt abzurollen.

 

Abschließend wies Michaela Kondr noch auf weitere Aspekte hin, die man als Reiter im Blick behalten sollte. Dazu zählen beispielsweise mögliche Gefahrenstellen auf dem Hof, der Umgang mit Reitbegleithunden und das Verhalten im Straßenverkehr. Bei Ausritten sollte man brenzlige Situationen möglichst bereits bei der Planung erkennen und meiden. Die Simulation von Unfällen kann helfen, im Ernstfall bedacht und planvoll zu handeln.

 

Michaela Kondrs (mit einem Schmunzeln geäußerte) Sorge, nach dem Vortrag könnten die Zuhörer aus Angst vor Unfällen den Reitsport an den Nagel hängen, ist wohl unbegründet. Im Gegenteil: sicherlich hat der ein oder andere Reiter durch den kurzweiligen und informativen Vortrag neue Motivation gewonnen, wieder mehr Zeit in die eigene Ausbildung und das Training des Pferdes zu investieren, um so Unfällen vorzubeugen.      

 

 

 

Text: Eva Roden

 

Infoabend mit Michaela Kondr am 28.11.2018 in Schweich

 

Mehr Sicherheit im Pferdesport

 

Unfallverhütung im Pferdesport und im Umgang mit dem Pferd ist erneut das Thema eines Infoabends, zu dem der Wanderreitverein Eifel-Hunsrück e. V. am Mittwoch, den 28. November 2018, 19:30 Uhr, in den Leinenhof bei Schweich einlädt. Referentin Michaela Kondr wird dabei den Schwerpunkt auf die Ausbildung des Pferdes zu möglichst viel Gelassenheit legen und aufzeigen, wie viel artgerechte Haltung und Fütterung zur Sicherheit beitragen können. Der Eintritt ist frei. Informationen unter Telefon 06506-8502, E-Mail info@wrv-eifel-hunsrueck.de.

 

Verbandsmeisterschaft in Birkenfeld am 03. Oktober 2018

 

Wir sind Meister!

 

Zehn Vereinsmitglieder am Start bei den Verbandsmeisterschaften in Birkenfeld

 

Was für eine tolle Art, den Tag der Einheit zu begehen! Zehn Vereinsmitglieder trafen sich in Birkenfeld zur Teilnahme an den diesjährigen Verbandsmeisterschaften Breitensport im Pferdesportverband Rheinland-Nassau, der das ganze nördliche Rheinland-Pfalz umfasst. Entstanden war alles eher spontan und auf den letzten Drücker. Yvonne Backes-Gauer hatte früh genug gepostet, dass sie sich angemeldet hat, und da wollten wir sie doch nicht allein starten lassen. Aber auf die erste Rundmail kam ein Echo nur von Kathrin Siegel. „Mein letzter Orientierungsritt war Ende der 80er … Oje …“ Aber sie meldete sich an, und da waren schon zwei. Noch mal eine Rundmail mit ein bisschen mehrDruck, und auf einmal zündete es: weitere acht Anmeldungen! Das Lorscheider Team (Bärbel Thees, ihre Tochter Lina und Susanne Reidenbach-Rausch), das Henterner Team mit Katja Jost, Daniela Braun, Heide Schmidtmann, ergänzt durch Regine O’Field und Melanie Becker aus Kobern-Gondorf gingen mit mehr oder weniger erhöhtem Puls an der Start. „Ich bin schon ewig nicht mehr nach Karte geritten“, gestand Susanne. „Ich war ganz erstaunt, wie gut das noch geklappt hat!“ Eine recht benutzerfreundliche Streckenführung machte es den alten Hasen und den Frischlingen relativ einfach.

Für mich als Turniertrottel verlief die Orientierungsphase wesentlich schlechter; während ich noch durch Birkenfeld auf der Suche nach der L 170 kurvte, absolvierte die TREC-erfahrene Melanie schon ihren Parcours. So habe ich meine Favoritin auf die indirekte Vereinsmeisterschaft fotomäßig verpasst. Dass Melanie am Ende Vizemeisterin wurde, und bei Punktegleichheit nur durch den etwas langsameren Trailparcours den ersten Platz verpasste, war eine tolle Leistung, war doch TREC-Deutschland mit einer starken Gruppe am Start. Und die Siegerin Jessica Schneider hat Wettbewerbserfahrung aus vielen TREC-Championaten der letzten Jahre. Eine schöne Belohnung für Melanie, dass sie bei der im Wettbewerb durchgeführten Meisterschaft von TREC Deutschland gemeinsam mit Jessica Erste wurde.

Für mich eine absolute Sensation war der dritte Platz für Yvonne Backes-Gauer, die im Gelände (Platz 7) und im Parcours (Platz 6) eine tolle Leistung ablieferte und am Ende nur 16 Punkte hinter den „Cracks“ lag.

Zwei unter den ersten drei, das ließ für die Mannschaftswertung hoffen, auch wenn ich ehrlich gesagt nicht dachte, dass TREC Deutschland (das als in Rheinland-Nassau gemeldeter Verein an der Wertung teilnehmen konnte) zu schlagen sei. Aber es reichte für Platz 1, unsere Mannschaft Wanderreiter II mit Melanie, Yvonne und Kathrin war Verbandsmeister. Durch einen Irrtum wurde auch Bärbel der Mannschaft zugeteilt, und so standen alle etwas verdutzt mit ihren goldenen Medaillen und Schleifen in der Hand da und genossen die Gunst der Stunde! (Bärbel wird ihre Medaille fairerweise zurückgeben.)

 

Aber die allergrößte Überraschung war das noch nicht! Denn für Lina Herber, deren Pony wirklich an diesem Tag nicht sehr kooperativ war, reichte es trotzdem für einen tollen zweiten Platz in der Jugendwertung, und das tröstete sie hoffentlich über den Ärger hinweg.

 

Ansonsten vermittelten alle unsere Vereinsstarter den Eindruck, dass es ihnen nicht ums gewinnen, sondern ums mitmachen ging – und so sollte es auch sein! Alle waren am Schluss mit sich zufrieden und das Henterner Team ließ den Abend an einem Ort ausklingen, wo vor über 30 Jahren die Gründung unseres Vereins vorbereitet wurde: im Gasthaus Kopp in Hentern.

 

Text: Brigitte Ankly

Fotos: Brigitte Ankly, Angelika Becker, Yvonne Backes-Gauer

 

 

 

 

 

 

 

 

Vereinsfahrt im September 2018

 

Eva hat einen tollen Bericht zu unserer Vereinsfahrt zur Pferdemesse Rhein-Main und der Stutenmilch-Farm geschrieben.

Den Bericht findet Ihr hier.

Kurs Reiten aus der Körpermitte abgesagt

 

Leider fanden sich dieses Mal nicht genügend Teilnehmer, so dass wir den Kurs absagen müssen.

Reiten aus der Körpermitte

 

Die große Hitze ist vorbei, vielleicht hat das bei der ein oder anderen von Euch wieder die Lebensgeister geweckt und die Lust, einen Kurs für besseres Reiten zu besuchen. Wir bieten Euch dazu noch ganz aktuell eine Möglichkeit:

 

Bei dem Kurs "Reiten aus der Körpermitte nach Sally Swift" vom 28. bis 30. September in Züsch, Hof Birkenau, sind noch Plätze frei.

 

Kursleiterin ist Judy Cross, eine Schülerin von Sally Swift und Ausbilderin auf der höchsten Stufe. Sie ist eine erfahrene und liebevolle Lehrerin, die jedem Reiter / jeder Reiterin neue Impulse geben kann, vor allem aber solchen, die mit Sitzproblemen kämpfen. Mit den von Sally Swift entwickelten Körperübungen, die man gut in das alltägliche Reiten einfügen kann, kann sie entscheidende Hilfen geben. Dank der kleinen Teilnehmergruppe bei ihrem Kurs kommen alle in den Genuss von Einzelunterricht und öfterem Reiten.

 

Die Ausschreibung für den Kurs findet Ihr hier. Bei Interesse wendet Euch bitte an die Organisatorin Ruth Gloker, E-Mail gloker@freenet.de.

 

 

Mitgliederversammlungen 2018

 

 

Wenige Tage nach der Jahreshauptversammlung 2018 starb unser langjähriger Vereinsvorsitzender Dieter Feltes am Karfreitag, 30. März, nach langer schwerer Krankheit im Alter von 64 Jahren. Da dieses Amt laut Vereinssatzung innerhalb von zwei Monaten wieder besetzt werden muss, waren die Mitglieder am 23. Mai erneut zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen. Dabei wurde die bisherige stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Heide Schmidtmann (Newel), zur neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Den Stellverteterposten übernahm Susanne Reidenbach-Rausch (Lorscheid), wie alle anderen nach einstimmiger Wahl, deren Amt als Öffentlichkeitssprecherin nun Eva Roden aus Hermeskeil innehat. Ebenfalls neu im Vorstand ist Anja Becker (Konz) als Beisitzerin.

 


Datenschutz ernst genommen

 

 

Datenschutz ist unserem Verein ein besonderes Anliegen, dessen Erfüllung nun durch die neue, ab 25. Mai geltende Datenschutzverordnung verschärft wurde. Alle Mitglieder sind angeschrieben und um Bestätigung ihrer Daten gebeten worden. Auch diese Internetseite wurde entsprechend überarbeitet. Das geht allerdings in einigen Details nicht auf einen Schlag, deshalb fehlt unter anderem derzeit das Formular für den Aufnahmeantrag. Wer es vermisst wird gebeten, sich per Mail zu melden.

 

Rückblick Infoabend: Gesunder Huf – gesundes Pferd

 

 

Eine ganzheitliche Sicht auf den Huf des Pferdes wurde bei dem Infoabend zum Thema „Gesundes Pferd . gesunder Huf“ am 13. März angeboten. Carolin Puhl (Physiotherapeutin und Osteopathin für Pferde) aus St. Wendel und Hufpflegerin Bettina Micout aus Losheim verstanden es großartig, ihrem überwiegend mit dem Thema schon recht vertrauten Publikum neue Aspekte aufzuzeigen. Die beste Hufbearbeitung nutzt wenig bis nichts, wenn sie nicht in Übereinstimmung mit dem restlichen Pferd, seinem Gebäude und seiner Nutzung steht. Und wenn Fütterung und Haltungsbedingungen nicht stimmen, wird sich das unweigerlich auch auf die Hufgesundheit niederschlagen. All dies zeigten die beiden Referentinnen an vielen Beispielen aus ihrer Praxis auf und belegten es mit eindrucksvollen Fotos und kleinen Video-Sequenzen. Ermutigend berichteten Bettina Micout und Carolin Puhl, die sich in ihren Ausführungen sehr gut ergänzten, von Fällen, in denen schwer angeschlagenen Pferden mit einer guten Hufbearbeitung, evtl. ergänzender Behandlung und Verbesserungen in der Haltung entscheidend geholfen werden konnte. Auch ältere Pferde zum Beispiel mit Arthrose können so neue Lebensqualität gewinnen. Noch wichtiger aber und für das Pferdeleben oft entscheidend ist die regelmäßige Pflege des Fohlenhufs. „Hier wird leider auch von professionellen Züchtern oft geschlampt“, musste Micout aus ihrer Praxis berichten. „Pferdehalter, die die Hufe ihres Pferdes immer im Auge behalten und jede Änderung ernst nehmen, haben wesentlich bessere Chancen, Mangelerscheinungen und Krankheiten ihres Pferdes in sehr frühem Stadium zu erkennen, und können entsprechende Vorbeugungsmaßnahmen früher treffen“, war eine wesentliche Erkenntnis des hörens- und sehenswerten Vortrags. Danke an Bettina und Carolin!

 

Referentenwechsel beim Infoabend am 13.03.2018

 

Krankheitsbedingt musste leider unser Referent Stefan Schmid für den Infoabend zum Thema Hufe absagen.
Glücklicherweise konnten wir aber kurzfristig einen Ersatz finden.
Carolin Puhl (Physiotherapeutin und Osteopathin für Pferde) und Bettina Micout (Hufpflegerin) werden zum Thema "Gesunder Huf - Gesundes Pferd" referieren.
Ort: Leinenhof/ Schweich, Deutschland
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Wer sich noch nicht angemeldet hat und gerne kommen möchte, schreibe bitte eine kurze Mail an giselaankly@t-online.de

Rückblick auf den Infoabend "Reiten - aber sicher" mit Dr. Jan Holtschmit


Zu unserem vorletzten Infoabend dieses Winters fanden sich viele Interessierte - darunter ausgesprochen viele Jugendliche - am 16.02.2018 im Leinenhof/Schweich ein.
Der erste Teil des Vortrags beschäftigte sich mit Fakten/ Zahlen rund um den Wirtschaftsfaktor Pferd und Unfallarten, die sich rund um das Pferd sowohl vom Boden als auch vom Sattel aus ereignen.
So machen Unfälle im Umgang mit dem Pferd durch Hufschlag, Tritte oder Bisse etwa ein Drittel aller Unfälle aus, die in diesem Sport passieren. Auch unterscheidet sich die Art der Verletzung je nachdem, ob die verunfallte Person ein Erwachsener oder ein Kind ist, da die "Trefferzone" bei Kindern eher im Kopfbereich liegt, so dass es sinnvoll sein kann, diesen Bereich bereits beim Umgang mit dem Pferd vom Boden aus zu schützen.

Da wir es im Reitsport mit dem Fluchttier Pferd zu tun haben, besteht prinzipiell jederzeit ein gewisses Unfallrisiko. Durch einige Maßnahmen kann dieses jedoch verringert werden. Zu Maßnahmen zur Unfallvermeidung gehören die Ausbildung (!) des Reiters und Sicherheit durch eine realistische Selbsteinschätzung. Besonders unerfahrene Reiter sind besonders gefährdet, so dass eine bessere Überwachung von Reitanfängern, die Integration des sicheren Umgangs mit dem Pferd in die Reitausbildung und ein angepasstes Größenverhältnis von Pferd und Reiter (v.a. in der Kinderausbildung) mehr Beachtung finden sollten.
Der Reiter sollte zudem Ausgleichssport betreiben, sich vor dem Reiten aufwärmen und stets Vorsicht im Umgang mit dem Pferd walten lassen - egal wie brav das Tier ist.

Eine angemessene und passende Ausrüstung für Reiter und Pferd sind ebenso eine Grundvoraussetzung. Dazu gehört für den Reiter auch ein passender Reithelm, der regelmäßig ersetzt wird, da Alterungsprozesse des Materials und Schäden durch Stürze oder Fallenlassen des Helms die Schutzfunktion verringern. Das Tragen eines korrekt befestigten Helms reduziert das Risiko für Kopfverletzungen um mehr als die Hälfte.
Auch ein Sturz- und Falltraining kann hilfreich sein.
Dr. Holtschmit stellte weitere Ausrüstungsgegenstände vor wie Schutzwesten und erklärte ausführlich ihre Funktionalität und was es zu beachten gilt.

Auf den Punkt einer pferdegerechten Haltung und Ausbildung unserer vierbeinigen Freunde ging der Referent leider nur am Rande ein, so dass wir uns bemühen werden, im kommenden Winter einen Vortrag mit diesem Schwerpunkt anzubieten.

Am Ende des Abends waren aber alle TeilnehmerInnen nochmals für wichtige Sicherheitsaspekte sensibilisiert und werden sich dadurch hoffentlich in Zukunft seltener in kritische Situationen begeben.

Wir freuen uns, Euch am 13.03.2018 um 19:00 Uhr zu unserem letzten Infoabend dieses Winterhalbjahrs "Hufprobleme - vorbeugen, erkennen, behandeln, heilen" mit Hufschmied Stefan Schmid im Leinenhof/Schweich begrüßen zu dürfen.

Kutschen im Straßenverkehr

 

Kutschen sind heute im Straßenverkehr selten geworden. Daher wissen viele Verkehrsteilnehmer nicht mehr, wie sie sich gegenüber den vierbeinigen Verkehrsteilnehmern verhalten sollen und es kommt immer wieder zu schweren Unfällen.

Die FN hat daher dieses Video und Servicepaket erstellt, um allen Verkehrteilnehmern zu helfen, sich bei einer Begegnung mit einer Kutsche richtig zu verhalten und so Unfälle zu verhindern.

 

Helft bitte mit, diese Informationen weiter zu verbreiten zum Schutz aller.

Danke.

Download
Servicepaket_Auto_trifft_Kutsche_-_Deuts
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Veranstaltungen 2018

 

Unsere Kurse in diesem Jahr stehen weitestgehend fest. Ihr findet sie in unserem Kalender.

Rückblick auf den Infoabend "... und immer wieder Grundausbildung" mit Michaela Kondr

 

Zum ersten Infoabend im Jahr 2018 trafen sich am 23.01.2018 gut 30 Pferdeleute im Leinenhof bei Schweich, um dem Vortrag von Michaela Kondr über die Grundausbildung von Reiter und Pferd zu lauschen und über das Thema zu diskutieren.
Michaela zeigte die verschiedenen Verlaufsformen, die die Pferdeausbildung nehmen kann, bildhaft auf und zeigte Beispiele, wie sich eine optimale Ausbildung, Irrwege, Umwege und Abwege auswirken können.
Die ersten Punkte der Ausbildungsskala (Zwanglosigkeit, Takt, Losgelassenheit und Anlehnung) wurden systematisch durchgesprochen ebenso wie die reiterlichen Grundvoraussetzungen und es zeigte sich, wie wichtig es ist, auch als fortgeschrittene/r Reiter/in oder mit einem weit ausgebildeten Pferd immer wieder einen Blick auf die Basis zu werfen und dadurch Probleme in ihrem Keim zu beheben, anstatt Symptome zu bekämpfen.
Zum Abschluss wurde nochmals aufgezeigt, welche Anforderungen erfüllt sein müssen, um wirklich von einer abgeschlossenen Grundausbildung sprechen zu können.
Anhand vieler Fotos und Videos konnten die Zuhörer das theoretische Wissen auch direkt mit Bildern verknüpfen, so dass der Abend wieder locker und leicht trotz vieler Informationen daher kam und alle aufmerksam lauschten.
Daher nochmals vielen Dank an Michaela für einen wunderbaren Vortrag und wir freuen uns, Euch beim nächsten Infoabend zum Thema Sicherheit rund ums Pferd am 16.2.2018 wieder zu sehen.

Rückblick auf den ersten Winterabend der Saison über Equidenhaltung im Winter

 

Am Montag, 20.11.2017, trafen sich interessierte Vereinsmitglieder und Gäste zum ersten Infoabend dieses Winters im Restaurant Postillion in Trier. Maren Hessing referierte über Tierschutzaspekte in der Pferdehaltung im Winter. Sie verglich die menschlichen Bedürfnisse nach Wärme, Nahrung, Bewegung und Sozialkontakten mit denen der Pferde nach 1. Futter, 2. Bewegung und 3. Sozialkontakt.
Wie definieren sich diese Grundbedürfnisse und wie können sie in der menschlichen Obhut erfüllt werden. Sie zeigte tierschutzrelevante Fälle der Pferdehaltung mit zu dünnen ebenso wie zu dicken Pferden.
Frau Timme vom Trierer Veterinäramt ergänzte immer mal wieder, auf welche Punkte aus ihrer Sicht besonders geachtet werden muss, beispielsweise ein Witterungsschutz gegen Sonne und Regen sowie trockene Liegeflächen.
Und auch Eselfreunde erhielten im Lauf des Abends Informationen zu den speziellen Bedürfnisse ihrer geliebten Vierbeiner.
Am Ende waren sich alle einig: Es war ein gelungener Start in die Wintersaison.

Erster Infoabend mit spannendem Thema

 

 

Durchaus noch Plätze frei sind bei unserem ersten Infoabend im Winterhalbjahr 2017/18, der am Montag, 20. 11., 19.30 Uhr, im Restaurant Postillion in Trier stattfindet. Vielleicht denkt Ihr als Pferdehalter, das Thema "Tierschutzgerechte Equidenhaltung im Winter" sei kein Thema für Euch. Das kann aber ein Trugschluss sein. Denn es gibt nicht nur im Winter die (meist verborgen bleibenden) Fälle der "Komfort-Verwahrlosung"  von Pferden, die sich in teuren Boxen tagelang ohne Bewegung, aber bestens gefüttert langweilen oder - das andere Extrem - eindeutig tierschutzwidrige Fälle. von falsch verstandener "Robusthaltung". Auch Pferdehalter, die ihren Tieren mit viel Überlegung auch im Winter möglichst viele Stunden im Freien ermöglichen wollen, laufen Gefahr, von überbesorgten Tierfreunden angezeigt zu werden. Dann bekommt der Amtstierarzt Anrufe wie: "Da stehen Ponys auf der Weide, die haben Schnee auf dem Rücken liegen, die müssen doch in den Stall", und der Amtstierarzt muss den Fall dann überprüfen. Nach welchen Gesichtspunkten fällt er dann sein Urteil? Derzeitige Grundlage sind die 2009 erstellten "Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtenpunkten" des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Sie sind zwar keine Rechtsvorschrift, werden aber mittlerweile immer wieder als gutachterliche Grundlage hinzugezogen, wenn es zu Streitfällen kommt. Deshalb sollte man diese Leitlinien und die Vorgehensweise der Veterinärbehörde kennen. So freuen wir besonders, dass wir mit Maren Hessing nicht nur eine erfahrene Tierärztin und Pferdehalterin als Referentin anbieten können, sondern dass auch Carola Timme vom Veterinäramt Trier ihr Kommen zugesagt hat, die sich freut, mit interessierten Pferdehalter(innen) ins Gespräch zu kommen. Ausdrücklich angesprochen sind auch die Halter(innen) von Eseln, für die noch einmal andere Punkte zu beachten sind.

Also, wen es interessiert, bitte kurz anmelden, am einfachsten per Mail an giselaankly@t-online.de.

Mitgliederversammlung bestätigt Vorstand

Ohne Gegenstimme ist der Vorstand des Wanderreitvereins Eifel-Hunsrück e. V. bei der Mitgliederversammlung bestätigt worden. Die Jahresbilanz 2016 konnte sich sehen lassen: Die Kurse waren durchweg ausgebucht, die Mitgliederzahl ist kräftig gestiegen. Sehr gut besucht waren auch in diesem Winterhalbjahr die Infoabende des Vereins zu den Themen „Paddock-Trail“, Ausbildung des Pferdes mit körperlichen Mängeln, moderne Methoden der Wundversorgung und Longieren. Im 30. Jahr seines Bestehens bietet der 1987 gegründete Verein erneut ein umfangreiches Kursprogramm für den lernwilligen Freizeitreiter an, das auch Nicht-Mitgliedern offensteht. Informationen dazu auf dieser Internetseite und seit kurzem auch bei Facebook: fb.me/wanderreitverein.


10. bis 13. August 2017 Zwei Kurse mit Peter Pfister

Peter Pfister, im Freizeitbereich einer der bekanntesten Pferdeausbilder in Deutschland, hält seit mehreren Jahren jeweils zwei Kurse, die vom Wanderreitverein organisiert werden. In diesem Jahr geht es am 10. und 11. August um das Erlernen von Zirkuslektionen und am 12. und 13. August um das Reiten von Trailhindernissen. Die Kurse finden auf Hof Birkenau in Züsch statt, es sind jeweils noch Plätze für Teilnehmer und Zuschauer frei.

Die Informationen für den 10./11. August 2017 findet man hier
Das Anmeldeformular für den 10./11. August 2017 findet man hier


Die Informationen für den 12./13. August 2017 findet man hier
Das Anmeldeformular für den 12./13. August 2017 findet man hier

Informationen über Telefon (06506) 8502, E-Mail giselaankly@t-online.de.